UL UNIVERSELLES LEBEN - Heimholungswerk Jesu Christi

geschrieben von Ruth Gaudlitz 
UL UNIVERSELLES LEBEN - Heimholungswerk Jesu Christi
09. Dezember 2008 17:05
Angeregt durch das Buch von Michael Hitziger "Weltuntergang bei Würzburg" (s. auch Literaturhinweise) möchte ich einige Gedanken zu diesem komplexen Thema skizzieren.

Gründung und Verbreitung immer neuer Religionsgemeinschaften
überhöht durch den Anspruch der allein selig machenden Wahrheit
oder durch die Botschaft, daß hier oder dort Gott selbst durch ein Medium spricht.

Eine grundsätzliche Überlegung im Falle der UL-Geschichte ist die, wie es überhaupt möglich sein konnte, daß z. B. aus dem Anspruch eines geistigen Neubeginns eine Hierarchie mit Personenkult werden konnte, genau wie man es in der Geschichte durch all die Jahrhunderte kennt, ein Friedensreich mit Zäunen, Wächtern und Kameras, die auf Spaziergänger gerichtet sind, eine Verknüpfung kommerzieller Interessen, die von Unbeteiligten nicht mehr durchschaubar ist.

Rechtschaffene Bürger aus den verschiedensten Lebensbereichen, intellektuell oder praktisch arbeitend, Akademiker, Kaufleute, Handwerker, Hausfrauen, also Menschen mit Lebenserfahrung, auch Studenten, junge Menschen, denen man Kritikfähigkeit nachsagt, sie alle nehmen eine religiöse Idee auf, das Leben nach der Bergpredigt, eine Umkehr in unserer Zeit ja geradezu eine geistige Revolution sollte erstehen. Unter der Führung durch das Wort Gottes über die Prophetin sollten alle religiösen Sehnsüchte, die schon durch die Jahrhunderte formuliert wurden, sich erfüllen, das verheißene Friedensreich entstehen. Wie konnte es geschehen, daß daraus wieder nur eine Kirche wurde, eine Gemeinschaft zu der einige dazugehören, andere nicht?

Und als Aussteiger muß man sich fragen wie es wohl möglich war die Entwicklung nicht früher richtig eingeschätzt zu haben. Die Anzeichen z. B. im Falle UL waren seit Anbeginn erkennbar.

ERKENNTNIS ENTHÄLT DAS WORT KENNTNIS

Wer zum Beispiel die nicht zählbaren Anleitungen zum christlichen Inneren Weg, die es durch die fast zwei Jahrtausende gegeben hat bzw. gibt, kennt,
wird die Lehre des HHW/UL nicht mehr als einzigartig und schon gar nicht als erstmalig in der Schule der Weisheit ansehen sondern in der Lage sein, den geistigen gültigen Inhalt von den menschlichen Zusätzen zu trennen. Wem die Lehren der christlichen Mystiker nahegebracht worden sind und wer dann beim Prüfen immer wieder auf die einfach zu verstehende Bergpredigt zurück greift, wird auch erkennen, wann und wo die berechtigte Wertschätzung einer Führungsperson, eines Mediums, eines Propheten, in Personenkult umschlägt.

Und hier scheint mir die Quelle aller möglichen Irreführungen und Manipulationen zu sein:

DIE TRAGÖDIE DES CHRISTENTUMS und die Schuld insbesondere der Großkirchen LIEGT IN DER UNWISSENHEIT

Wer es aus Erziehung und seelenloser Tradition nicht besser weiß, nimmt die Steine, die ihm gereicht werden als Perlen und wenn ihm Perlen gereicht werden kann es sie kaum von den Steinen unterscheiden.

Die Lehre Jesu Christi ist eine Lehre des Inneren Weges, eine Lehre der Erfahrung, der geistigen Evolution. Sie eignet sich nicht für einen Aufbau menschlicher Macht, sie eignet sich nicht für den Aufbau einer Amtskirche oder irgendwelcher totalitärer Sekten. Wird sie trotzdem zum Machtmißbrauch genutzt so muß sie nach allen Regeln der Kunst verbogen werden und kann nur dann als Manipulation genutzt werden, wenn die menschliche Schwäche, nämlich Verantwortung zu delegieren, kräftig ausgenutzt wird. Dann ist der Mensch bereit sich auch dann noch in eine Gruppe ein- und unterzuordnen, wenn er längst gespürt hat, daß es nicht mehr der ursprüngliche Weg ist. Angst ist dann immer ein zuverlässiger Verbündeter für diejenigen, die sie ausnutzen. Angst vor der Entscheidung, Angst vor dem Ausgestoßen werden, früher die Angst vor dem Scheiterhaufen, die tausend Gesichter der Angst eben.

Mit Blut, Tod, Kriegen und Not gab es im Verlauf der Jahrhunderte immer neue Kirchen- und Sektengründungen. Manchmal lagen die Ursprünge im geistigen Aufbegehren gegen die Verweltlichung in den Großkirchen, oft genug endeten diese Aktionen selbst im Irrweg der Überheblichkeit. Die Lehre vom Inneren Weg, der ein Weg der Eigen-Verantwortung ist, wurde zur Geheimlehre und war für die "normalen Christen" verborgen, unkenntlich gemacht, ausgerottet. Die Geschichte der Ketzer durch all die Jahrhunderte ist mehrheitlich eine Geschichte Einzelner Christusnachfolger (auch Gottesfreunde) die gegen diesen Sieg der Finsternis, der puren Dämonie, gelehrt und geschrieben haben.

Und so ist es bis heute möglich, unwissende Menschen in ihrer Suche nach Wahrheit zur Aufgabe der eigenen Verantwortung zu verführen und sie an Religionsgemeinschaften zu fesseln was eben in sich ein Widerspruch zur freien Christusnachfolge ist.



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