ORGAN - SPENDE aus geistiger Sicht

geschrieben von Ruth Gaudlitz 
ORGAN - SPENDE aus geistiger Sicht
20. Januar 2009 10:18
Jeder Mensch ist betroffen. Sei es als möglicher Spender, sei es als Empfänger, sei es als derjenige, der die Entscheidung für einen Angehörigen zu fällen hat. Organtransplantation Ja oder Nein. Und somit ist es im wahrsten Sinn des Wortes existentiell wichtig, sich mit den Vorgängen des Sterbens zu beschäftigen, auch oder gerade weil diese zu den Tabu-Themen unserer Zeit gehören.

Obwohl das Thema "Tod" weitgehend verdrängt wird nimmt doch das Wissen um den Sterbevorgang zu, schon deshalb weil durch die medizinischen Fortschritte in der Wiederbelebung immer mehr Erfahrungen einzelner Betroffener public werden und auch miteinander verglichen werden können, also nicht länger z.B. als Halluzinationen oder Wunschdenken Einzelner abgetan werden können.

In seinem neuen Buch "Der Engelreigen" (s. auch Literaturhinweise) beschreibt der weithin anerkannte Schriftsteller und Parapsychologe Rudolf Passian die Vorgänge und Stadien des Austritts der Seele aus dem Körper. Er verweist auf die in der Medizin definierten 3 Stadien des "Totseins"

1. den klinischen Tod mit Herz- und Atemstillstand, mit der allgemein anerkannten Möglichkeit der Reanimation

2. den Hirntod - wenn im EEG die Null-Linie erscheint. Dieser Zustand wird als organspendetauglich angesehen. Um die erforderliche Durchblutung der Organe zu gewährleisten wird hier der natürliche Sterbevorgang unterbrochen, und zu den Diskussionen der Mediziner um den genau richtigen Zeitpunkt schreibt Rudolf Passian lapidar: wer am Sterben gehindert wird, ist jedenfalls noch nicht tot.

3. Das dritte Stadium des Totseins ist dann der biologisch absolute Gewebetod. Diese Organe eignen sich nicht mehr zur Verpflanzung.

Gerade weil dieses Thema in keiner Weise reisserisch aufgemacht wurde, sondern einfach Teil einer Gesamtschau aus parapsychologischer Sicht bildet, erscheint es mir besonders eindringlich und man kann nur wünschen, daß die Ausführungen für möglichst viele eine wertvolle Entscheidungshilfe darfstellen.